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Seite 1 von 3 Historie
Die Ruine MONTFORT zählt zu den eindruckvollsten Burgresten der Pfalz. Heute abseits großer Verkehrswege, 10 km westich von Bad Münster a.St. / Ebernburg entfernt, in idyllischer Waldeinsamkeit gelegen, wurde die Burg um 1200 zur Überwachung einer nahen Heerstraße von den Grafen von Veldenz erbaut.  Ruine Montfort aus südl. Richtung Der Ursprung des Namens - übersetzt: "Starkenberg" - ist unsicher. Möglicherweise ist er ein Mitbringsel eines Kreuzritters aus Palästina, wo der Deutschritterorden eine mächtige Burg "Montfort" besaß. Der erste bekannte und wohl auch der bedeutendste Bewohner der Burg war Eberhard v. Lautern (1182-1240). Er war der Stammvater der Montforter. Sein Sohn nannte sich 1247 erstmals "RITTER v. MONTFORT". Es hatte in der Pfalz bedeutende Ämter inne und in 90 Orten der Vorderpfalz und Rheinhessen große und kleine Besitzungen.Sie waren geachtet und begütert, so dass sie es nicht wirklich nötig hatten, sich als Raubritter zu betätigen - was ihnen von Zeitgenossen gerne nachgesagt wurde.  Rekonstruktionsversuch der Ganerbenburg Montfort bei Hallgarten um 1450 nach Kenntnisstand 1985. - gez. H. Wilke Okt. 1985 - Höhenlageplan OST - WEST - Zur Vergrösserung hier klicken Als Wappen trugen sie einen "geschachten" rechten Schrägbalken in unterschiedlichen Farben mit und ohne Beizeichen. Dieses Geschlecht starb 1432 aus. Die erste bekannte Urkunde 1226 und die dann folgenden, deuten darauf hin, dass Montfort schon recht früh gleichzeitig auch von anderen Ritterfamilien bewohnt - also eine GANERBENBURG - war. Die Ganerben erworben durch Einheirat oder Kauf ein Burghaus als vererblichen Eigenbesitz, wie wir heute eine Eigentumswohnung in einem Häuserkomplex. Das brachte einen beachtlichen persönlichen Schutz in den damaligen unsicheren Zeiten und für die Burg eine wirksame Stärkung der Verteidigungskraft. Wir haben Ganerbenverträge von 25, zuletzt 17 Mitgliedern, was eine Belegschaft von mehr als 15o Bewohner bedeuten würde - also weit mehr, als in einem der umliegenden Orte lebten. Wappen von Montfort Das Zusammenleben im eng begrenzten Burgbereich wurde durch sehr strenge Vorschriften geregelt, die man BURGFRIEDEN nannte und die etwa dem heutigen "Bürgerlichen Gesetzbuch" entsprachen. Darin waren die jährlichen Umlagen zur Erhaltung der Burg, sowie auch Art und Menge der zur Verteidigung notwendigen Waffen und Lebensmittelvorräte festgelegt.
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