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Ruine Montfort PDF Drucken E-Mail
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Ruine Montfort
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Burganlage

Die ursprüngliche Burg bestand nur aus der Ringmauer der heutigen Kernburg, die ca. 2 m dick und im 14. Jh. ca. 8 m hoch war. Außer Tor, Turm und Wohngebäude bei E war der Burghof leer. Sie lag auf einem von 3 Seiten schwer angreifbaren Bergsporn. Die Angriffsseite im Osten war durch einen künstlichen, 2o m tiefen Halsgraben (1) und eine 3 m dicke und l0 m hohe Schildmauer (2) geschützt. Der Zugang zum Burgtor (31) erfolgte über die Grabenbrücke (4) auf einem die Kernburg umkreisenden Burgweg.

Dabei waren bei den Punkten (5-9-12-14-2o) Toranlagen zu überwinden. Der ca. 2o m hohe Turm T - der Bergfried - schützte das Tor. Er war gleichzeitig Auslug und letzte Zuflucht, falls Feinde in den Burghof drangen. In seinem Unterteil befand sich wahrscheinlich das Burgverlies.

Besteigen wir über eine Wendeltreppe im Wohnturm L über den ehemaligen Wehrgang der Mantelmauer (29) den noch 11 m hohen Turmrest, so werden wir mit einem herrlichen Rundblick in die Nordpfälzer Hügellandschaft und den Lemberg (422 m) im Norden belohnt. Der Burgberg und die nahen Höhen waren im Mittelalter wegen des notwendigen freien Schussfeldes nicht bewachsen.

Im Osten liegt 3o m unter uns der von Menschenhand geschaffene Halsgraben. Blicken wir gen Westen in den Burghof mit seinen z.T. noch vierstöckig erhaltenen Resten der Burghäuser A bis L.

Mindestens 9 Häuser - beim Anwachsen der Ganerbenschaft - in 2oo Jahren eingefügt, füllen die Ringmauer nahezu lückenlos aus, so dass nur ein sehr enger Hof übrig blieb. Die Häuser A bis H3 müssen schon recht früh (bis Mitte 14 Jh.) entstanden sein, da sie noch romanische Baureste aufweisen. Der später aufgeteilte ehemals große Palas I/J hat bereits gotische Kellereingänge. Mit Sicherheit bei K, vermutlich auch bei B befanden sich Fachwerkhäuser. Der Wohnturm L muss etwa um 1400 den Hof vollständig aufgefüllt haben.

Dieser Bau ist vermutlich der einzige, der gegen 1480 nach der Burgzerstörung wieder hergerichtet wurde, wie wir aus einer dendrochronologischen Zeitbestimmung eines Balkenrestes wissen. Alle Häuser waren im M.A. verputzt und trugen schmuckvolle Sandstein-Fenstergewände, von denen noch Reste im Lapidarium (Raum H3) zu sehen sind.

Ruine Montfort aus Sicht des Lembergs

Insges. standen den Bewohnern etwa 19oo m² Wohnfläche zur Verfügung. Die Häuser waren mit Schiefer gedeckt. Das burgenkundlich interessanteste Bauwerk ist die mit einer Filterfassung ausgestattete Zisterne D, die ca. 4o m³ gereinigtes und gut gekühltes Regenwasser sammelte. In Form und Erhaltungszustand ist diese Anlage bis heute einmalig im deutschen Burgenbau.

Durch den Ausbau des ges. Burgmauerringes mit Häusern musste der ursprünglich vorhandene, Zinnengekrönte Wehrgang nach außen verlegt werden. Dadurch entstand im Süden und Westen ein dreifaches Zwingersystem (7-8-lo-11) und im Norden eine Vorburg mit Graben und Wall. In der Vorburg befanden sich dann auch die Häuser für Gesinde und

Knechte. Ställe und Werkstätten. Die Anlagen um das Haus M dienten zum Schutz des

Grabentores (12}. Heute hat hier der Burgbetreuende Verein "Burgfreunde Montfort e.V." seinen Aufenthaltsraum und ein kleines Burgmuseum eingerichtet.

Die Reste der starken Burganlage blieben von 1457 bis 1937 unberührt. Damals hoben 2-3 Jahre  Freilegungsarbeiten an den Häusern C E F H leider viel archäologische Substanz zerstört: 1975 begann eine Bürgerinitiative den drohenden Verfall und die mutwillige Zerstörung zu stoppen, sowie das Umfeld der Burg freizulegen. Der "Burgherr" - der Landkreis Bad Kreuznach - begann dann ab 1977 mit wesentlicher Unterstützung der Arbeitsverwaltung (ABM) mit umfangreichen Sicherungs- und Erhaltungsarbeiten. Die Mitglieder des oben gen. Burgvereins trugen dazu in Einsätzen mit mehr als 3o.ooo freiwillig abgeleisteten Arbeitsstunden bei. Bis Ende 1985 wurde mit diesen Idealisten und dem Aufwand von  damals 733.ooo DM aus einer dem Verfall überlassenen, verwilderten und nahezu unbekannten Ruine ein interessantes und ansehnliches Kulturdenkmal geschaffen, das in den letzten Jahren von vielen Tausend Besuchern bewundert werden durfte.

Die bei diesen Arbeiten gemachten Funde befinden sich z.T. in einem kleinen Burgmuseum, z.T. im Burgenraum der Heimat-Ausstellung im Kurmittelhaus Bad Münster a.St.-Ebernburg. Vom Amt für Bodendenkmalpflege, Mainz, wurde 1983/84 im Gebäude G eine fachgerechte archäologische Grabung durchgeführt, die eine Fülle von interessanten Funden ans Tageslichte brachte. Sie geben uns einen Einblick in das tägliche Leben auf einer mittelalterlichen Burg.

Daneben präsentiert das Museum archäologische Funde aus den Burgruinen, wie Keramik, Glas und Eisen.

Einen Bericht über eine archäologische Ausgrabungsmassnahme finden sie >> hier <<.

 

Rezeptvorschlag  >> Montforter Schweinefilet <<

 

 Willkommen auf Burgruine Montfort


Öffnungszeiten: ganzjährig, durchgend geöffnet.

Führungen: Auf Anfrage beim "Verein der Burgfreunde e. V."
Ansprechpartner: Johann Klein, Hallgarten, Telefon 06362/3951

Anfahrtsweg:
Von Hallgarten Richtung Oberhausen fahrend, nach ca. 2 km zweigt links eine Straße zum "Montforterhof" ab.

bzw: von Oberhausen/Nahe Richtung Hallgarten fahrend, nach ca. 3 km zweigt rechts eine Straße zum "Montforterhof" ab.
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Nach ca. 500m Parkmöglichkeiten, bis zur Ruine sind dann noch ca. 15 Gehminuten einzuplanen. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Hinweis: Die Burgruine wird gastronomisch nicht bewirtschaftet.

Aktuell: Die Gastwirtschaft "Zur Burgschänke" im Ortsteil Montforterhof ist bis auf weiteres geschlossen.

Als nächstgelegene Gastwirtschaften sind folgende zu empfehlen:

Grünewald Valentin L. , Johannes Gaststätte und Weingut

Bergstr. 8 - 67826 Hallgarten/Pfalz Tel:06362-8845

 
 


 
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Newsflash

Ab sofort können Interessierte und Anwender von "GOOGLE EARTH" ein 3D-Modell der Ruine Montfort hier anschauen oder auch herunter laden.

>>> Update.: Das  Modell wurde von Google Earth übernommen und fest integriert! <<<

 

Die Veranstaltungstermine 2010 der Ortsgemeiden Halgarten können sie hier als pdf-Dokument downloaden oder auch ausdrucken.

 

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